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Anbietervergleich · Stand September 2026

E-Mail-Software im Vergleich: Newsletter-Tool oder Marketing-Automation?

Die meisten Vergleiche stellen Tools nebeneinander, die gar nicht dieselbe Aufgabe lösen. Deshalb beginnt dieser Vergleich mit der Frage, die den Preisunterschied erklärt – und endet mit einer Empfehlung, die für viele Leser ausdrücklich nicht gilt.

Kurzfazit vorweg

Sie versenden regelmäßig einen Newsletter an eine Liste
Dann reicht ein reines Newsletter-Tool. CleverReach beginnt bei 0 € und deckt das ab. Alles darüber zahlen Sie für Funktionen, die Sie nicht nutzen.
Sie verkaufen Wissen, Beratung oder Kurse und wollen automatisiert nachfassen
Dann brauchen Sie Tag-basierte Automation. In dieser Kategorie ist KlickTipp für den deutschsprachigen Raum die naheliegende Wahl – Mailserver in Deutschland, AVV inklusive, ab 30 € im Monat.
Sie betreiben einen Online-Shop mit Produktdaten und Warenkorbabbrüchen
Dann passt keines der beiden. Sehen Sie sich E-Commerce-spezialisierte Anbieter an.
Zum Vergleich der fünf Anbieter ↓

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Preise direkt beim Anbieter geprüft Anbieter: 30 Tage Geld-zurück Keine Cookies, kein Tracking

Fünf Anbieter im direkten Vergleich

Die Kriterien sind so gewählt, dass sie eine Entscheidung tatsächlich verändern. Funktionslisten, die jeder Anbieter erfüllt, sind weggelassen.

Kriterium KlickTipp CleverReach Brevo ActiveCampaign Mailchimp
Einstiegspreis 30 €/Monat
(2.500 Kontakte)
0 €
(250 Kontakte)
günstig,
versandbasiert
auf Anfrage günstig im Einstieg
Kontakt­verwaltung Tags statt Listen – ein Datensatz pro Person Listen Listen + Attribute Tags + Listen Zielgruppen
Mailserver­standort Deutschland EU EU nicht ausgewiesen USA
AVV nach Art. 28 DSGVO kostenlos inklusive online verfügbar verfügbar verfügbar verfügbar
Automatisierungs­tiefe hoch mittel mittel hoch mittel
SMS-Versand ja nein ja ja nein
Support­sprache Deutsch, inkl. täglicher Zoom-Trainings Deutsch Deutsch überwiegend Englisch überwiegend Englisch
Ideal für Coaches, Berater, Trainer, Wissens­anbieter klassische Newsletter Newsletter + Transaktionsmails größere Teams Einstieg, internationale Teams

Preise und Angaben zu KlickTipp und CleverReach am 11. September 2026 auf den Anbieterseiten geprüft. Die übrigen Einträge beschreiben die Positionierung der Anbieter, nicht tagesaktuelle Tarife – prüfen Sie Preise vor Vertragsschluss direkt beim jeweiligen Anbieter.

Warum der Preisunterschied kein Preisunterschied ist

Der häufigste Fehler beim Toolwechsel: zwei verschiedene Produktkategorien anhand des Monatspreises vergleichen.

Ein Newsletter-Tool beantwortet eine Frage: Wie schicke ich eine Nachricht an viele Menschen gleichzeitig? Die Antwort ist eine Liste. Wer sich für drei Themen einträgt, liegt dreimal in Ihrer Datenbank und bekommt Ihre Ankündigung dreimal.

Ein Automations-Tool beantwortet eine andere Frage: Wie reagiere ich automatisch darauf, was eine einzelne Person tut? Dafür braucht es einen Datensatz pro Person, an den sich Merkmale heften lassen – Webinar gesehen, Kapitel drei abgeschlossen, Angebot geöffnet aber nicht gekauft. Das ist der Unterschied zwischen Listen und Tags, und er entscheidet, ob automatisiertes Nachfassen überhaupt möglich ist.

Wer nur einen Newsletter verschickt, zahlt bei einem Automations-Tool für eine Fähigkeit, die er nie einschaltet. Wer nachfassen will, scheitert beim Newsletter-Tool an der Datenstruktur und nicht am Preis. Deshalb steht im Kurzfazit oben zuerst die Frage nach Ihrer Aufgabe und erst danach ein Name.

Praktischer Test: Wenn Sie den Satz „Wer X getan hat, soll in drei Tagen Y bekommen, alle anderen nicht“ für Ihr Geschäft sinnvoll ausfüllen können, brauchen Sie Automation. Wenn nicht, sparen Sie sich das Geld.

KlickTipp im Detail: vier Punkte, die den Unterschied machen

Alle Angaben stammen vom Anbieter und sind als solche gekennzeichnet. Nachprüfbar auf klicktipp.com.

Ein Datensatz pro Person

Kontakte werden über Tags organisiert statt über Listen. Wer sich mehrfach einträgt, bleibt eine Person mit mehreren Merkmalen – keine Dubletten, keine doppelten Aussendungen.

Mailserver in Deutschland

Der Versand läuft laut Anbieter über deutsche Server. Der AVV nach Art. 28 DSGVO ist ohne Aufpreis enthalten – bei US-Anbietern ist die Rechtsgrundlage regelmäßig aufwendiger zu dokumentieren.

Zustellrate

Der Anbieter nennt eine Zustellrate von 99,78 % und verweist dabei auf Tests Dritter. Diese Zahl ist eine Herstellerangabe; unabhängig verifizieren lässt sie sich von außen nicht.

SMS neben E-Mail

SMS lässt sich in dieselben Automationen einbauen – relevant für Termin­erinnerungen bei Webinaren und Beratungsgesprächen, wo E-Mail-Öffnungsraten regelmäßig zu niedrig sind.

Bewertungen

Auf der Anbieterseite werden 1.675 Kundenbewertungen mit einem Schnitt von 4,90 von 5 Punkten und einer Weiterempfehlungsquote von 99 % ausgewiesen. Solche Widgets liegen in der Hand des Anbieters – lesen Sie im Zweifel einzelne Rezensionen, statt sich auf den Mittelwert zu verlassen.

Die Tarife

Preise pro Monat bei monatlicher Zahlung. Bei jährlicher Zahlung nennt der Anbieter 10 % Rabatt, bei zweijähriger Laufzeit 20 %. Alle Tarife enthalten unbegrenzten Versand.

Standard

bis 2.500 Kontakte · 3 Kampagnen · 3 Landingpages
30 €pro Monat
Häufigster Einstieg

Premium

bis 5.000 Kontakte · 6 Kampagnen · API · Integrationen
50 €pro Monat

Deluxe

bis 7.500 Kontakte · unbegrenzte Kampagnen · A/B-Tests
70 €pro Monat

Enterprise

eigener Mailserver mit exklusiver IP · SMS inklusive · Einrichtungsgebühr ab 699 €
ab 170 €pro Monat
Ehrlich gesagt: Das ist kein günstiges Tool. 30 € im Monat sind für ein reines Newsletter-Bedürfnis nicht zu rechtfertigen – CleverReach beginnt bei 0 €. Der Preis lohnt sich erst, wenn die Automation tatsächlich Arbeit ersetzt, die Sie sonst von Hand erledigen würden.

Wann Sie hier nicht weiterlesen sollten

Ein Vergleich, der jedem alles empfiehlt, ist keiner.

Bleiben Sie bei keinem dieser vier Punkte hängen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Kategorie zu Ihnen passt. Ob das konkrete Werkzeug es auch tut, klären Sie am besten in der kostenlosen Einführung des Anbieters – dort sehen Sie die Oberfläche, bevor Sie zahlen.

Häufige Fragen

Die Punkte, die vor einem Wechsel am häufigsten offenbleiben.

Kann ich meine bestehenden Kontakte mitnehmen?

Ein Import ist bei allen genannten Anbietern möglich. Entscheidend ist die Rechtsgrundlage: Sie müssen die Einwilligung der Kontakte nachweisen können – inklusive Zeitpunkt und Herkunft. Übernehmen Sie diese Nachweise beim Export aus dem alten System mit, sonst ist die Liste technisch da und rechtlich wertlos.

Was bedeutet „Tags statt Listen“ im Alltag konkret?

Statt Personen in Schubladen zu sortieren, hängen Sie ihnen Merkmale an. Eine Person, die Ihr Webinar besucht, das E-Book geladen und noch nicht gekauft hat, trägt drei Tags. Ihre Automation kann genau diese Kombination ansprechen – ohne dass Sie eine vierte Liste anlegen, pflegen und von Dubletten befreien müssen.

Ist der Serverstandort in Deutschland rechtlich wirklich relevant?

Er ist keine Pflicht. Eine Übermittlung in Drittländer ist über den EU-US-Angemessenheitsbeschluss oder Standardvertragsklauseln zulässig. Der Punkt ist der Aufwand: Bei einem Verarbeiter mit Servern in Deutschland entfällt die Drittlandsprüfung in Ihrem Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten. Wer diese Dokumentation selbst führt, weiß, was das wert ist. Rechtsberatung ist das hier nicht – im Zweifel fragen Sie Ihren Datenschutzbeauftragten.

Wie hoch ist das Risiko, wenn es doch nicht passt?

Der Anbieter wirbt mit einer 30-Tage-Geld-zurück-Garantie. Das ist bei einem Werkzeug, das man erst einrichten muss, der entscheidende Punkt: Sie können die Tag-Logik einmal real aufbauen und sehen, ob sie zu Ihrem Geschäft passt, bevor die Entscheidung endgültig ist. Eine separate kostenlose Testphase ist auf der Preisseite nicht ausgewiesen. Maßgeblich sind die Bedingungen, die im Bestellprozess des Anbieters stehen – lesen Sie sie dort vor Vertragsschluss nach.

Wie verdient diese Seite Geld?

Über Affiliate-Provisionen. Wenn Sie über unseren Link beim Anbieter einen Vertrag abschließen, erhalten wir eine Provision; für Sie ändert sich am Preis nichts. Das ist der Grund, warum auf dieser Seite steht, für wen das Produkt nicht geeignet ist: Ein Kunde, der nach zwei Monaten kündigt, nützt uns nichts.

Nächster Schritt

Sehen Sie sich die Oberfläche an, bevor Sie über den Preis entscheiden. Der Anbieter zeigt sie in einer kostenlosen Einführung und wirbt mit 30 Tagen Geld-zurück-Garantie – das Risiko der Einarbeitung tragen damit nicht Sie allein.

Zum Anbieter – kostenlose Einführung ansehen

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