Die meisten Vergleiche stellen Tools nebeneinander, die gar nicht dieselbe Aufgabe lösen. Deshalb beginnt dieser Vergleich mit der Frage, die den Preisunterschied erklärt – und endet mit einer Empfehlung, die für viele Leser ausdrücklich nicht gilt.
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Die Kriterien sind so gewählt, dass sie eine Entscheidung tatsächlich verändern. Funktionslisten, die jeder Anbieter erfüllt, sind weggelassen.
| Kriterium | KlickTipp | CleverReach | Brevo | ActiveCampaign | Mailchimp |
|---|---|---|---|---|---|
| Einstiegspreis | 30 €/Monat (2.500 Kontakte) |
0 € (250 Kontakte) |
günstig, versandbasiert |
auf Anfrage | günstig im Einstieg |
| Kontaktverwaltung | Tags statt Listen – ein Datensatz pro Person | Listen | Listen + Attribute | Tags + Listen | Zielgruppen |
| Mailserverstandort | Deutschland | EU | EU | nicht ausgewiesen | USA |
| AVV nach Art. 28 DSGVO | kostenlos inklusive | online verfügbar | verfügbar | verfügbar | verfügbar |
| Automatisierungstiefe | hoch | mittel | mittel | hoch | mittel |
| SMS-Versand | ja | nein | ja | ja | nein |
| Supportsprache | Deutsch, inkl. täglicher Zoom-Trainings | Deutsch | Deutsch | überwiegend Englisch | überwiegend Englisch |
| Ideal für | Coaches, Berater, Trainer, Wissensanbieter | klassische Newsletter | Newsletter + Transaktionsmails | größere Teams | Einstieg, internationale Teams |
Preise und Angaben zu KlickTipp und CleverReach am 11. September 2026 auf den Anbieterseiten geprüft. Die übrigen Einträge beschreiben die Positionierung der Anbieter, nicht tagesaktuelle Tarife – prüfen Sie Preise vor Vertragsschluss direkt beim jeweiligen Anbieter.
Der häufigste Fehler beim Toolwechsel: zwei verschiedene Produktkategorien anhand des Monatspreises vergleichen.
Ein Newsletter-Tool beantwortet eine Frage: Wie schicke ich eine Nachricht an viele Menschen gleichzeitig? Die Antwort ist eine Liste. Wer sich für drei Themen einträgt, liegt dreimal in Ihrer Datenbank und bekommt Ihre Ankündigung dreimal.
Ein Automations-Tool beantwortet eine andere Frage: Wie reagiere ich automatisch darauf, was eine einzelne Person tut? Dafür braucht es einen Datensatz pro Person, an den sich Merkmale heften lassen – Webinar gesehen, Kapitel drei abgeschlossen, Angebot geöffnet aber nicht gekauft. Das ist der Unterschied zwischen Listen und Tags, und er entscheidet, ob automatisiertes Nachfassen überhaupt möglich ist.
Wer nur einen Newsletter verschickt, zahlt bei einem Automations-Tool für eine Fähigkeit, die er nie einschaltet. Wer nachfassen will, scheitert beim Newsletter-Tool an der Datenstruktur und nicht am Preis. Deshalb steht im Kurzfazit oben zuerst die Frage nach Ihrer Aufgabe und erst danach ein Name.
Alle Angaben stammen vom Anbieter und sind als solche gekennzeichnet. Nachprüfbar auf klicktipp.com.
Kontakte werden über Tags organisiert statt über Listen. Wer sich mehrfach einträgt, bleibt eine Person mit mehreren Merkmalen – keine Dubletten, keine doppelten Aussendungen.
Der Versand läuft laut Anbieter über deutsche Server. Der AVV nach Art. 28 DSGVO ist ohne Aufpreis enthalten – bei US-Anbietern ist die Rechtsgrundlage regelmäßig aufwendiger zu dokumentieren.
Der Anbieter nennt eine Zustellrate von 99,78 % und verweist dabei auf Tests Dritter. Diese Zahl ist eine Herstellerangabe; unabhängig verifizieren lässt sie sich von außen nicht.
SMS lässt sich in dieselben Automationen einbauen – relevant für Terminerinnerungen bei Webinaren und Beratungsgesprächen, wo E-Mail-Öffnungsraten regelmäßig zu niedrig sind.
Auf der Anbieterseite werden 1.675 Kundenbewertungen mit einem Schnitt von 4,90 von 5 Punkten und einer Weiterempfehlungsquote von 99 % ausgewiesen. Solche Widgets liegen in der Hand des Anbieters – lesen Sie im Zweifel einzelne Rezensionen, statt sich auf den Mittelwert zu verlassen.
Preise pro Monat bei monatlicher Zahlung. Bei jährlicher Zahlung nennt der Anbieter 10 % Rabatt, bei zweijähriger Laufzeit 20 %. Alle Tarife enthalten unbegrenzten Versand.
Ein Vergleich, der jedem alles empfiehlt, ist keiner.
Bleiben Sie bei keinem dieser vier Punkte hängen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Kategorie zu Ihnen passt. Ob das konkrete Werkzeug es auch tut, klären Sie am besten in der kostenlosen Einführung des Anbieters – dort sehen Sie die Oberfläche, bevor Sie zahlen.
Die Punkte, die vor einem Wechsel am häufigsten offenbleiben.
Ein Import ist bei allen genannten Anbietern möglich. Entscheidend ist die Rechtsgrundlage: Sie müssen die Einwilligung der Kontakte nachweisen können – inklusive Zeitpunkt und Herkunft. Übernehmen Sie diese Nachweise beim Export aus dem alten System mit, sonst ist die Liste technisch da und rechtlich wertlos.
Statt Personen in Schubladen zu sortieren, hängen Sie ihnen Merkmale an. Eine Person, die Ihr Webinar besucht, das E-Book geladen und noch nicht gekauft hat, trägt drei Tags. Ihre Automation kann genau diese Kombination ansprechen – ohne dass Sie eine vierte Liste anlegen, pflegen und von Dubletten befreien müssen.
Er ist keine Pflicht. Eine Übermittlung in Drittländer ist über den EU-US-Angemessenheitsbeschluss oder Standardvertragsklauseln zulässig. Der Punkt ist der Aufwand: Bei einem Verarbeiter mit Servern in Deutschland entfällt die Drittlandsprüfung in Ihrem Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten. Wer diese Dokumentation selbst führt, weiß, was das wert ist. Rechtsberatung ist das hier nicht – im Zweifel fragen Sie Ihren Datenschutzbeauftragten.
Der Anbieter wirbt mit einer 30-Tage-Geld-zurück-Garantie. Das ist bei einem Werkzeug, das man erst einrichten muss, der entscheidende Punkt: Sie können die Tag-Logik einmal real aufbauen und sehen, ob sie zu Ihrem Geschäft passt, bevor die Entscheidung endgültig ist. Eine separate kostenlose Testphase ist auf der Preisseite nicht ausgewiesen. Maßgeblich sind die Bedingungen, die im Bestellprozess des Anbieters stehen – lesen Sie sie dort vor Vertragsschluss nach.
Über Affiliate-Provisionen. Wenn Sie über unseren Link beim Anbieter einen Vertrag abschließen, erhalten wir eine Provision; für Sie ändert sich am Preis nichts. Das ist der Grund, warum auf dieser Seite steht, für wen das Produkt nicht geeignet ist: Ein Kunde, der nach zwei Monaten kündigt, nützt uns nichts.
Sehen Sie sich die Oberfläche an, bevor Sie über den Preis entscheiden. Der Anbieter zeigt sie in einer kostenlosen Einführung und wirbt mit 30 Tagen Geld-zurück-Garantie – das Risiko der Einarbeitung tragen damit nicht Sie allein.
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